Textpassagen aus Dieter Nuhrs Humorprogramm „Nuhr die Ruhe“ (2012)
Dieter Nuhr: Nur Spaßmacher oder auch Politiker?
Wie man durch Humor noch effektiver neoliberale Gehirnwäsche betreibt

 

Der populäre Humorist Nuhr handelt in seinem Programm „Nur die Ruhe“ eine breite Palette von Themen ab. Es geht um Persönliches, Psychologisches, Medi­zinisches, Kulturelles; um Ge­sell­schaft und Politik. Eine längere Passage widmet sich dem Thema der ge­sell­schaft­lich­en Gerechtigkeit und des Sozialstaats. Nuhr versucht hier, die be­kannten politischen Diskurse humorvoll zu reflektieren.

 

[…] Berufswahl zum Beispiel. Der eine wird Pilot, weil er sich das so wünscht, und der andere darf das nicht. Weil er jetzt – sagen wir mal, blind ist; oder bekloppt; oder beides. Aber da kann der doch nichts für! Wenn sich so ein bekloppter Blinder das wünscht, dann muß man den doch jetzt fliegen lassen. Das ist dann doch sonst ungerecht. Man muß ja nicht gleich mitfliegen.    
Die einen gehen in die Universität und die anderen gehen noch mit Vollbart in die 4. Klasse, nur weil sie 1 und 1 nicht zusammenzählen können. Das ist ja nicht gerecht.     
Gerechtigkeit ist, wenn man auch als Analphabet schreiben kann, nur eben anders. Und wenn jeder Weltmeister werden darf. Warum denn nicht? Man muß nur knapp 7 Milliarden Goldmedaillen pressen und dann kann jeder die 100 Meter in 9,58 laufen, oder in 1:25 Minuten oder in 2:65 Stunden. Ist ja dann wurscht, wenn alles gerecht ist.

 

Das Thema dieser Passage ist die (soziale) Gerechtigkeit. Nuhr versucht zu be­gründen, weshalb es keine Gerechtigkeit geben könne. Er versucht dies zunächst anhand von Beispielen zu verdeutlichen. Nicht alle Menschen könnten auch alle Berufe (insbesondere die hoch angesehenen) ergreifen. Diese Aussage erscheint unsinnig, da seine Beispiele nichts mit tatsächlich stattfindenden Diskussionen rund um soziale Gerechtigkeit zu tun haben. Möchte man nun dennoch darauf eingehen, sei angemerkt, daß Nuhr die hohe Bedeutung der Bildung mit dieser Aussage vernachlässigt. Schließlich sind nur wenige Menschen von Natur aus „bekloppt“ oder unfähig. Die meisten können sich durch gute Erziehung und freiheitliche, persönlichkeitsorientierte Bildung sehr weit in sehr unterschiedlichen Bereichen entwickeln.

Nuhr verwendet den Begriff der Gerechtigkeit hier sehr ungenau; im Kontext von Bildungs­sys­tem und Berufswahl wird in der Regel ein etwas anderer Begriff, nämlich der der Chancengerechtigkeit oder Chancengleichheit, verwendet. Kein Linker und keine Sozialdemokratin würden je fordern, daß Menschen, die offensichtlich ungeeignet sind, aus Gerechtigkeitsgründen einen bestimmten Beruf ergreifen sollten. Ausgerechnet am Beispiel des Pilotenberufs versucht Nuhr zu demonstrieren, weshalb nicht jeder Mensch einen beliebigen Beruf ergreifen könne. Der Pilotenberuf gehört zu den wenigen Berufen, bei welchen tatsächlich extrem hohe Anforderungen an die Leistungsfähigkeit von Körper, Geist und Sinnen gestellt werden. Damit ist dieses Beispiel wenig aussagekräftig.

Nuhr verwendet den Gerechtigkeitsbegriff damit bewußt falsch und verspottet die Forderung und das Streben nach sozialer Gerechtigkeit und Chancengleichheit im Bildungs­sys­tem.

 

Wenn alles gerecht ist, muß man auch nicht immer so hetzen, weil schnell dann genauso schnell wie langsam ist. Wobei man fragen muß: Wer bestimmt eigentlich, daß man für eine 100-Meter-Sprintmedaille 100 Meter weit laufen muß? Was ist denn mit denen, die das nicht schaffen? Zu fett, zu alt, zu doof – die sich verlaufen – was ist mit denen? Soll man die diskriminieren, oder was? Nein. Die Regeln werden immer von den Ungerechten gemacht. Ich finde, bei Wahlen sollten immer nur die antreten dürfen, die auch gerecht sind. Es gibt ja Länder, in denen das erfolgreich praktiziert wird. Kuba zum Beispiel. Ja, da geht man zur Wahl und dann sitzt da einer und sagt einem, was man wählen soll. Und damit man sich damit nicht vertut, gibt's zur Sicherheit auch nur einen Kandidaten. Das ist einfach, das ist übersichtlich, ist eine klare Ge­schichte. Deswegen findet das Oskar Lafontaine – der Rächer der Unge­rechten – der findet das ja super. Der war ja in Kuba und meinte, Kuba sei super […].    
Was mach ich mit einem Handy? Ja, das ist das Entscheidende, das ist das Quälende. Das ist das Problem in der Demokratie. In der DDR gab's keine Handys, nicht mal Klingeltöne – es war nicht alles schlecht. […]

 

Nuhr bemüht in dieser Passage weiterhin die von ihm mal eben ausgerufene Ungleichheit der Menschen. Dieser natürlichen Ungleichheit werde eine gerechte Ge­sell­schaft nicht gerecht („Weil schnell dann genau so schnell wie langsam ist“). Es stellt sich die Frage, was Nuhr seinen Zuschauern damit sagen möchte. Vermutlich, daß eben nicht ein jeder „Leistungsträger“ der Ge­sell­schaft sein könne. Unterschwellig scheint hier der Vorwurf mitzuschwingen, wer am „unteren Ende“ der Ge­sell­schaft stünde, akzeptiere dies ungerechtfertigter­weise nicht.
„Zu fett, zu alt, zu doof“. Wer in diese Kategorien gehöre, habe auch keinen Anspruch auf „eine Sprintmedaille“ – diese Medaille steht hier wohl meta­phorisch für die Auszeichnung individueller Leistung. Sie kann im Zu­sammen­hang mit dem Thema sozio-ge­sell­schaft­lich­er Chancengerechtigkeit etwa für einen Schul- oder Studienabschluß stehen. Etwa für ein Abitur, das die „Dummen“ dement­sprechend nicht erreichen dürften oder für einen Universitäts-Master, den vielleicht nicht jeder Bachelor-Absolvent bekommen dürfe. „Zu doof“? „Zu alt“? „Zu fett“?
In der zweiten Hälfte dieser Passage holt Nuhr dann den Holzhammer heraus und wendet das Totschlagargument Kommunismus an. Durch die Aneinanderreihung der Themen soziale Gerechtigkeit und Chancengleichheit im ersten Teil der Passage und der Themen Kuba und Kommunismus im zweiten Teil setzt er sie absurderweise quasi gleich. Noch unpassender ist die Quasi-Gleichsetzung Oskar Lafontaines (linker Sozialdemokrat aus der Linkspartei) mit Kuba und der DDR (hier gemeint als Synonyme für veraltet, kommunistisch, totalitär) durch die Nennung in einem Satz. Seinen Andeutungen zufolge würden auf Kuba „die Doofen“ zu Universitätsprofessoren ernannt, die „zu Alten“ zu Piloten und die „zu Fetten“ zu Sprintweltmeistern, was natürlich unsinnig ist. Natürlich fordert so etwas auch kein Lafontaine für die Bundesrepublik Deutschland. Diese „Argumente“ gehen somit an allen realen, mit dem Thema Gerechtigkeit in Zu­sammen­hang stehenden Aspekten komplett vorbei. Nuhr weiß offenbar nicht, welches die Themen sind, die in gesell­schaftlichen Diskursen um soziale Gerech­tig­keit und Chancen­ge­rechtig­keit eine Rolle spielen. Oder er ignoriert die wirklichen Themen und ersetzt sie durch Pseudo­-Themen, da er dadurch besser seine Meinung verbreiten kann.

 

Gerechtigkeit wird ja bei uns häufig falsch verstanden. Viele Leute glauben ja, Gerechtigkeit ist, wenn die anderen auf keinen Fall mehr haben als ich. Und das ist ja erstmal so nicht richtig. Aber da sind eigentlich auch Besitzende und Nicht-Besitzende völlig gleich ignorant. Die Besitzenden sagen: muß man den immer alles auf einmal wollen? Wohnen und essen? Wobei die Nicht-Besitzenden manchmal gar nicht mehr merken, daß ihr gesamtes Leben von der Gemeinschaft bezahlt wird – und daß das ja auch ein schöner Vorgang ist; und in der Geschichte auch relativ einzigartig. Und das ist ja auch toll.
Wir haben in sofern einen gesunden Ausgleich: Alle sind beleidigt.

 

Die „Besitzenden“ und die „Nicht-Besitzenden“ werden hier von Nuhr auf dieselbe Stufe gestellt, indem er seinen Spott gleichmäßig auf beide Bevölkerungs­gruppen verteilt. Die kritisch klingende Bemerkung „Wohnen und essen?“ ergreift scheinbar Partei für die Gruppe der Nicht-Besitzenden und teilt oberflächlich betrachtet in Richtung der Reichen aus. Da es hierzulande jedoch kein Hungerproblem gibt, läuft diese Phrase ins Leere, womit auch der vermeint­liche Hieb in Richtung der „Besitzenden“ wirkungslos bleibt. Der Ellbogenhieb gegen die Armen, die ihr „gesamtes Leben von der Gemein­schaft“ bezahlen ließen (und die Nuhr damit indirekt als Sozialschmarotzer bezeichnet), ist dahingegen sehr viel genauer gesetzt und soll den Nerv der allgemeinen Mehrheitsmeinung treffen: Hartz-IV- und andere „Leistungsempfänger“ mit wenig Geld würden eine Men­talität schamloser Selbstbedienung und Faulheit an den Tag legen und damit die Ge­sell­schaft ausbeuten. Sie werden von Nuhr damit nicht als die Aus­ge­beuteten, sondern als die eigentlichen Ausbeuter dargestellt!
Um trotz der geballten „sozialen Kälte“ dieser Aussagen beim eigenen Publikum nicht in Ungnade zu fallen, dreht Nuhr gegen Ende etwas ab, indem er damit ab­schließt, die Existenz des Sozialstaats sei ja begrüßenswert („ist ja auch toll“).1 Das zuvor Gesagte wird damit scheinbar relativiert, jedoch nicht aufgehoben, und wirkt für sich weiter. Der Schlußsatz ist aber in der BRD typisch für neoliberale Akteure. So würden trotz gegenteiliger politischer Bemühungen nicht einmal die Bertelsmann-Stiftung oder der FDP-Chef öffentlich die Existenz eines starken Sozial­staates in Frage stellen, da die allge­meine (zumindest verbale) sozial­demo­kratische Deutungshoheit dies nicht zu­ließe.

 

Bei uns wird ja die Hälfte des erwirtschafteten Geldes staatlich verteilt und deswegen sind alle Menschen der Meinung, es wird falsch verteilt, nämlich in die falsche Tasche, also nicht in die eigene. Politik ist in sofern einfach: Die die Steuern zahlen sind für weniger Steuern und die die keine Steuern zahlen, sind für mehr. Weil man nicht einfach rufen kann: 'Ich will mehr für mich', ruft man: Ich will mehr Gerechtigkeit. So ist es einfach zusammengefaßt [langer, anerkennender Applaus vom Publikum]. Und deswegen fordern auch alle Gerechtigkeit – vom Bund der Steuerzahler bis zur Linkspartei – fordern alle Gerechtigkeit. Auch als Bundeskanzler muß man Gerechtigkeit fordern. Das ist ganz wichtig. Sollte irgendwann einer von Ihnen Bundeskanzler oder Bundeskanzlerin werden – bitte – es ist wichtig: Da muß man immer sagen 'äh, Gerechtigkeit ist gut'. Wenn Sie sagen: Gerechtigkeit – und ich glaube, ich spreche da auch im Namen meiner Parteifreunde – geht mir persönlich am Arsch vorbei – das kommt nicht gut an auf Dauer. Das gibt schlechte Presse. Dabei wär das gar nicht so falsch, denn was sagt der Begriff schon aus? Gerecht ist, wenn Zebra Streifen haben […]

 

In diesem Abschnitt geht Nuhr auf die hohe politische Relevanz der sozialen Gerech­tigkeit in der Bundesrepublik ein. Er macht sich über alle politischen Akteure lustig, da sie das Thema soziale Gerechtigkeit allesamt auf die politische Agenda brächten, um anerkannt oder gewählt zu werden. Zudem kritisiert er den Umstand, daß etwa die Hälfte des gesellschaftlichen Gesamteinkommens in Form von Steuergeldern an den Staat fließen.
Auch hier geht Nuhr erneut dazu über, den Begriff der (sozialen) Gerechtig­keit zu verhöhnen. Er sagt, alle Statusgruppen der Ge­sell­schaft hätten nur ihre je­weils eigenen Interessen im Fokus. In dieser Aussage schwingt die Behauptung mit, die Forderung nach sozialer Gerechtigkeit sei in Wirklichkeit von Egoismus geleitet, weil man sich eine Umverteilung zu den eigenen Gunsten erhoffe. Diese Behaup­tung ist jedoch offensichtlich sehr häufig falsch. So ist der Ruf nach sozialer Gerechtigkeit in der Regel als Altruismus zu werten und schallt aus allen Gesell­schafts­schichten, vor allem aus der finanziell recht gut abgesicherten Mittel­schicht. Beste Beispiele sind etwa die studentischen Proteste für eine soziale Öffnung des Bildungssystems. Die vermeintliche Forderung nach Gerechtigkeit mit dem Ziel der eigenen Berei­cherung gibt es hingegen eher nicht. Kein Banker oder Wirtschaftsboss würde auf die Idee kommen, mit Hinweis auf die soziale Gerechtigkeit eine Steuersenkung für Vielverdiener zu fordern!
Nuhr bezieht sich vermutlich auf die Theorien rund um den Homo oeconomicus, nach denen Menschen angeblich stets nutzen­maximiert handelten. Tatsächlich ist aber häufig zu beobachten, daß sich Menschen für bestimmte Politiken und Gesell­schafts­strukturen einsetzen, obwohl sie wissen, daß dies mit finanziellen Nachteilen für sie und ihre Gesellschaftsschicht verbunden ist.

Nuhr erhebt sich mit behäbiger Arroganz über die „Schwachen“ und Mittellosen und über diejenigen, die Maßnahmen gegen soziale Unterschiede ergreifen. Ob die Art und Weise, in der er dies tut, nun als gelungener Humor angesehen wird, hängt wohl nicht zuletzt davon ab, ob die tiefere Bedeutung seiner scheinbar oberflächlichen Aussagen richtig verstanden wird. Die Ansichten Nuhrs sind oppor­tunistisch und muten als Mischung aus neoliberaler Ideologie und unpolitischer Mehrheitsmeinung an. An einigen Stellen scheint zudem mangelndes Detailwissen über politische Prozesse und Institu­tionen Grund für eine inhaltlich unpräzise und in sich unlogische Argumentation zu sein. So bleibt die Treffsicherheit seiner Analyseversuche gering.

Eine der­artige Verbreitung von Unkenntnis und Halbwissen trägt zur allgemeinen Verwirrung bei und bewirkt, daß wenig kritische Menschen in Nuhrs politischem Sinn manipuliert werden – vermutlich ohne es selbst zu bemerken. Nichts­destoweniger ist Nuhr nicht zufällig erfolgreich. Er vertritt nichtfundiert-populäre, vom neo­liberalen Zeitgeist dominierte Meinungen auf exemplarische Art und Weise und präsentiert diese im Rahmen seines „Humorprogramms“ in einem Ton an­biedern­der Kumpel­haftigkeit. Seine Ideologie der sozialen Ungerechtigkeit ver­breitet er so vermutlich effektiver als so mancher dafür bezahlte Lobbyist.



Quelle des Artikels ist das folgende Buch:

 Buch-vorne-500

Neoliberalyse -
Über die Ökonomisierung unseres Alltags


Verlag: Mandelbaum Verlag, Wien 2014.
Autor Christopher Stark
ISBN Nr. 9783854766353.




1 Möglicherweise definiert sich Nuhr selber gar nicht als Neoliberaler, sondern als pragmatischer Sozialdemokrat nach dem Typus eines Gerhard Schröders, dem gar nicht bewußt zu sein scheint, daß die eigenen Forderungen von vielen gar nicht als sozialdemokratisch erachtet werden.

Einen Kommentar verfassen

Als Gast kommentieren

0
Nutzungsbedingungen.
  • Gast - NuhrNeMeinung

    Nuhr ist komisch -da ist schon mal ein Pluspunkt. Wenn er über die Bibel herzieht, bei der Story mit Adam und Eva nach Quellenangaben fragt, lacht man schon (als Christ über sich selbst) mit. Doch bereits, wenn er dann zur Kritik am Moslem ausholt, weit ausufernder, dann wirds irgendwie etwas (ethno-) rassistisch. Da plappert er munter die neuesten Propaganda-Schlagwörter nach, gegen Putin selbstredend auch -ohne Quellenkritik. Seine Prügel für die Linken ist reichlich einseitig, denn die Rechten mit ihren Ideologien (Neoliberalismus, Sozialdarwinismus) trifft Nuhr nie -daraus kann man wohl schließen, dass er diese Weltanschauungen selbst vertritt. Oder dass er ein korrupter Gierhals ist, der gemerkt hat, dass er mit Linksbashing sehr leicht im Mediensystem Erfolg haben und absahnen kann. Warum ist erlustig? Vielleicht liegt es auch schlicht an seinem Gesicht, das blasierte Arroganz gut darstellen kann -die er seinen Satirezielen unterstellt, aber auch selbstironisch (?) zelebriert.

    kurze URL:
  • Gast - Neoliberalyse.de

    @ Gast - Moritz

    Ein Unterschied zwischen Satirikern wie Volker Pispers und Dieter Nuhr liegt in der politischen Richtung und ein anderer in der Schärfe der Analyse. Pispers hat die komplexen Zusammenhänge dieser verwirrenden Welt sehr gut verstanden und kann sie - mit klar "linker" Tendenz - pointiert wiedergeben.
    Dieter Nuhr hingegen hat die Zusammenhänge der komplizierten Welt offenbar nur fragmenthaft verstanden. Dies ist an der vielzahl unlogischer Schlüsse zu erkennen. Außerdem steht Nuhr politisch auf der entgegengesetzten Seite von Volker Pispers (und anderen - siehe z.B. Die Anstalt auf ZDF). Nuhr propagiert eine sozial ungerechte und neoliberale Gesellschaft von Einzelkämpfern. Daher habe ich seine "Satire" hier seziert. Passend zum Titel des Buches und dieser Internetseite.

    kurze URL:
  • Gast - Moritz

    Also Sie verstehen leider den Sinn und Zweck von Satire nicht. Satire ist die ironische und total überhöhte Verballhornung von politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen. Ein wesentliches Stilmittel ist die Simplifizierung von natürlich viel komplizierteren Prozessen. Das entscheidende ist doch, nicht ob das in Reinform wahr ist, sondern ob es einen wahren Kern gibt. Und nun frage isch Sie: Vereinfachen denn andere linkere Satirker etwa nicht: Pispers etwa, für den es ein ganz klares Schwarz-Weiß-Denken gibt: Links sein und antiamerkianisch ist gut, alles andere schlecht. Kaum einer seiner Zuschauen wird das so sehen, aber lustig finden sie es trotzdem, weil sie die Ironie im Gegensatz zu Ihnen verstehen.

    kurze URL:
  • Gast - Wissen ist Ohnmacht

    09. März 2014:
    Ein herzliches Dankeschön auch für diese Analyse - den Verdacht hatte ich bei Nuhr eigentlich schon immer, als Vertreter intelligenter Satire habe ich ihn sowieso noch nie wahrgenommen. Die Sache mit dem Satiregipfel hat mich damals dann auch ziemlich verwundert, mittlerweile kann man wohl annehmen, dass sich die Sendeverantwort lichen dabei durchaus etwas gedacht haben.

    kurze URL:
  • Gast - Alfred

    15. Februar 2014:
    Ich habe Dieter Nuhr bisher immer für eine relativ intelligente und menschenfreundl iche Person gehalten und erkenne seit dem Studium der entsprechenden Fernsehquellen, worauf sich all diese Textauszüge hier beziehen, weder Dieter Nuhr noch mich mehr wieder.
    Aber das ist zuviel: von nun an schenke ich ihm keine Beachtung mehr, denn Ausrutscher sehen anders aus.

    kurze URL:
  • Gast - Paavo Nuhr-mi

    30. Januar 2014:
    Nuhr ist seit Jahren schauderhaft. Leider treff ich immer wieder Leute, die ihn für einen "linken Kabarettisten" halten.

    kurze URL:
  • Gast - Michael Morawietz

    07. Oktober 2012:
    Ein oftmals zitierter Ausspruch des Herrn Nuhr ist: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten!". Ich habe nicht erst seit der Lektüre der oben aufgeführten Zitate den allergrössten Zweifel daran, dass Herr Nuhr sich diesen Ausspruch tatsächlich selbst ausgedacht hat.

    mfg
    Michael Morawietz

    kurze URL:
  • Gast - Neoliberalyse.de

    02. Oktober 2012:
    Hallo Herr Funk,
    dann haben Sie den Artikl nicht verstanden. Wir kritisieren Herrn Nuhr ja eben genau deshalb, weil er eine antisoziale Ideologie vertritt und indirekt gegen den Sozialstaat und angebliche "Sozialschmarotz er" wettert.
    "...verhöhnt Nuhr hier das Streben nach einer sozialen Gerechtigkeit und der Chancengleichhe it..."
    ER ist unsozial, nicht wir. Ob wir nun 'unten' und 'oben' oder 'besitzend' oder 'besitzlos' sagen, ist nur ene Frage der Wortwahl und keine Frage des Inhalts.
    Neoliberlayse.de

    kurze URL:
  • Gast - Werner Funk

    02. Oktober 2012:
    In Ihrer Kritik teilen Sie und nicht Nuhr die Gesellschaft in Unten und Oben ein. Meinen
    aber Besitzende und Besitzlose - eine noch
    kapitalistische re Sichtweise ist kaum denkbar.

    Schämen Sie sich !

    kurze URL:
today betting odds today soccer prediction football dropping odds and tips