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Vorschläge für eine bessere Mehrwertsteuer

im Sinne der Gesellschaft als Ganzes - nicht im
Sinne der Partikularinteressen weniger

Die Besteuerung von Gütern und Dienstleistungen (Mehrwertsteuer) in Deutschland besteht aus zwei Abstufungen: Einen Normalsatz von 19% und einen reduzierten Satz von 7%. Der Sinn dieser Abstufung liegt unter anderem darin, daß essentiell wichtige Konsumgüter weniger Einkommensabhängig sein sollen. Daß diese Unterteilung mehr oder weniger willkürlich ist, wurde nicht zuletzt deutlich, als die schwarz-gelbe Bundesregierung erstmal den Steuersatz für Hotelgastronomie absenkte, nachdem die FDP eine fette Geldspende im Wahlkampf erhalten hatte.
Wir wollen aber eine Mehrwertsteuer, die sich an den positiven Gesellschaftszielen und am Wohlergehen der Bevölkerung orientiert, eine die nicht von Lobbyismus, sondern von gesundem Menschenverstand geleitet ist!

Die Festlegung darauf, welche Güter und Dienstleistungen nach dem hohen und welche nach dem niedrigen Steuersatz erstanden werden müssen, erscheint zum Teil willkürlich und die Kriterien werden nicht klar kommuniziert. Neben dem bereits bestehenden sozialen Aspekt sollten aber noch weitere Kriterien eine Rolle Spielen. Diese Steuer sollte dazu beitragen, diese Gesellschaft zu einem besseren und lebenswerteren Ort zu machen. Daher sollen auch ökologische Dinge eine Rolle spielen.
Auch wenn die folgenden Vorschläge nicht perfekt sind und keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben, sollen sie doch aufzeigen, daß eine bessere Mehrwertsteuererhebung ohne großen bürokratischen Mehraufwand möglich ist.

1. Stufe: Keine Steuer für Grundbedürfnisse und Fördernswertes

neolib-klein Öko-Lebensmittel (bis auf Fleisch)
neolib-klein ÖPNV / Bahnreisen
neolib-klein Ökostrom
neolib-klein Müllentsorgung
neolib-klein Akkus
neolib-klein OpenSource Software oder Support
neolib-klein Biogas (kein Import von außerhalb der EU)
neolib-klein Fahrräder
neolib-klein Naturkosmetik
neolib-klein Museen

2. Stufe: Normale Mehrwertsteuer von 10% für mehr oder weniger notwendige Dinge, deren Überkonsum aber verhindert werden soll

neolib-klein Ökofleisch
neolib-klein Bier
neolib-klein Grundnahrungsmittel aus Europa oder aus Afrika (nur pflanzliche)
neolib-klein Milchprodukte
neolib-klein Leitungs- und Abwasser
neolib-klein Internet/Telephonie
neolib-klein Erdgas
neolib-klein Möbel
neolib-klein Recycling Kopierpapier, Klopapier, Küchentücher
neolib-klein Kleidung
neolib-klein Gastronomie
neolib-klein Haushaltselektrik (Staubsauger etc.)
neolib-klein Geschirr, Besteck, Küchen etc.
neolib-klein Konzerte u.s.w.
neolib-klein Gebühren für Zeltplätze
neolib-klein Bücher, Zeitschriften, CDs u.s.w.

3. Erhöhte Mehrwertsteuer von 30% für Dinge, deren Konsum gering gehalten werden soll, da sie gesamtgesellschaftlich hohe externe Kosten erzeugen

neolib-klein Elektronische Geräte (Computer, MP3-Spieler, Stereoanlagen u.s.w.)
neolib-klein Autos
neolib-klein Wein, Spirituosen
neolib-klein Fleisch, Leder
neolib-klein Fisch
neolib-klein Mobiltelephonie, UMTS
neolib-klein Proprietäre Software
neolib-klein Bioethanol
neolib-klein Atom und Kohlestrom (Ab 10% im Strommix des Anbieters)
neolib-klein Plastikartikel des Alltags
neolib-klein Kosmetik mit bedenklichen Inhaltsstoffen (z.B. Phthalate, PEG-Derivate etc.)
neolib-klein Nicht-Recycling Papierprodukte
neolib-klein Frei verkäufliche Medikamente
neolib-klein Flugreisen
neolib-klein Kunstdünger, Pestizide
neolib-klein Hotelgastronomie

4. Deutlich höhere Steuern und Einzelregelungen für Produkte, deren Konsum ganz deutlich reduziert werden soll

neolib-klein Diesel
neolib-klein Benzin
neolib-klein Atomstrom, Uran
neolib-klein Importiertes Bioethanol
neolib-klein Tropenholz (auch aus Plantagen)


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